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Der Weg ist das Ziel – Wandercaches rund um Düsseldorf
Lange Zeit galt unter den meisten Geocachern der Leitspruch “Der Weg ist das Ziel”. Mit wachsender Bekanntheit des Hobbys und der zunehmenden Beliebtheit von Mitnahmetradis und Wikipediamysteries gerät dieser ursprüngliche Grundgedanke des Geocaching immer mehr in Vergessenheit. Eigentlich ist das eine Schande.
Ich hatte mir für die Zeit nach dem Fund meines tausendsten Cache vorgenommen, bei den nächsten fünfzig Caches keinen einzigen Tradi zu suchen. Das vor allem, weil ich von meinen Traditouren immer häufiger genervt nach Hause kam. Als wir dann im September zwei Wochen Urlaub hatten und das Wetter uns auch noch Non-Stop Sonne bescherte, haben wir uns einige längere Wandermultis (ab 8 Kilometer Länge) vorgenommen, bei denen eben nicht der Punkt für die Statistik im Vordergrund steht, sondern der Weg das eigentliche Ziel ist.
1000 Caches in 1147 Tagen
Nun haben wir es also auch geschafft. Wir haben eintausend Caches geloggt und dafür etwas mehr als drei Jahre gebraucht. Sonderlich schnell ist das nicht, aber das ist uns auch nicht wirklich wichtig. Wichtiger sind für mich zum Beispiel die vielen schönen Stunden, die ich durch Geocaching in der Natur mit meiner Frau, meiner Familie und Freunden verbracht habe. Ich habe durch Geocaching viele interessante Orte entdecken können und mich an so manch ausgefallener Versteckidee erfreut. Das ist, was mir an Geocaching so gefällt und warum ich damit auch so schnell nicht aufhören werde.
Wanderungen durch schöne Wälder gespickt mit kreativen Stationen und einem ordentlichen Final haben uns schon immer am besten gefallen. Und so haben wir uns dann auch einen entsprechenden Cache ausgewählt. Der Multi “Die Werkzeugkiste” von patschek liegt am Rand der Haard, einem attraktiven Waldgebiet südöstlich von Haltern. Der Cache verlangte uns so einiges ab, so dass wir für die Begleitung durch die Teams Pherenike und Hunterings sehr dankbar waren.
Letztlich hatten wir einen sehr schönen Tag mit einem tollen Cache und der netten Begleitung, die uns am Ende dann noch mit einem Piccolo beglückwünschte.
Wir freuen uns auf die nächsten 1000!
Jubiläumsgedanken
Nun hab ich es auch bald geschafft, der tausendste Cache steht an und es stellen sich Fragen über Fragen. Wird mein GPS und mein Profil bei GC.com Fund-1000-kompatibel sein? Welchen Cache soll ich zum Jubiläum suchen? Wird danach alles anders sein? Hat mein Leben dann noch einen Sinn?
Ich habe eigentlich noch nie so richtig großen Wert auf die Zahl meiner Funde gelegt aber seitdem die Tausend in erreichbare Nähe rückte, wurde dann doch irgendwie der Ehrgeiz geweckt. Ich machte häufiger Traditouren bei denen ich zehn Caches und mehr pro Tag suchte. Ich weiß, für manch einen mag das wenig sein aber ohne Auto, zu Fuß oder mit dem Rad ist das gar nicht mal so wenig. Und jetzt wo am nächsten Wochenende nach über drei Jahren das erste große Jubiläum ansteht muss ich sagen, dass es auch erstmal gut gewesen ist, mit den Massenfunden.
Gestern zum Beispiel habe ich auf einer 40 Kilometer Radtour 15 Tradis gefunden. Ich glaube nur bei dreien konnte ich was positives Loggen. Zwei Caches hatten völlig zerstörte Dosen und niemand scheint sich daran zu stören, bei zwei Caches schwamm das Logbuch in Wasser und ich konnte mir eine ordentliche Ladung Schimmelsporen abholen, bei drei Caches wurde in der Beschreibung davor gewarnt, dass man an der Stelle unter ständiger Beobachtung sei. Ich kann solche Muggel-Caches nicht ausstehen. Es mag sehr verallgemeinernd klingen aber Tradis sind im Schnitt einfach die schlechteren Caches – so eine Dose ist schnell versteckt, Mühe und Gedanken muss man sich keine machen. Es macht mir momentan keinen Spaß mehr nach einer Tour eine Stunde lang Logs zu schreiben, bei denen ich in Watte gepackt formulieren muss, wie beschissen ich den jeweiligen Cache fand. Dann doch lieber nur ein, zwei Logs, bei denen mir das Schreiben auch Spaß macht.
Und so habe ich nun einen Beschluss gefasst, der schon längere Zeit in mir gereift ist. Nach der 1000 werde ich bei den nächsten fünfzig Funden keinen einzigen Tradi loggen und mich allein auf Multis und vielleicht ein paar Mysteries konzentrieren. Die viel zitierte Entschleunigung quasi. Mal sehen wie das so wird, ein bisschen habe ich ja das Gefühl, dass die Multis auch nicht mehr sind, was sie mal waren.
Bookmarks gesucht
Es gibt sie trotz der zahlreichen uninspirierten Wegwerftradis noch, die außergewöhnlichen, schönen und liebevoll kreierten Caches. Immer häufiger stellt sich für mich allerdings das Problem dar, dass ich mich bei meinen Wochenendplanungen stundenlang durch zahlreiche Listings klicken muss, bis ich mal eine solche Perle entdecke. Immer wieder muss ich allerdings auch feststellen, dass es auf Geocaching.com doch eigentlich bereits ein ziemlich gutes Tools gibt, um die Spreu vom Weizen zu trennen: Die Bookmarklisten.
Viele Cacher benutzen Bookmarklisten, um Caches in irgendeiner Weise sowohl intern als auch extern zu klassifizieren oder zu kategorisieren. Da gibt es dann Listen wie “Meine FTFs”, “ToDo” oder halt auch “Meine persönlichen Highlights”. Ein großer Nachteil ist allerdings, dass es auf Geocaching.com keine Möglichkeit gibt, mit Stichworten oder auch unter räumlichen Aspekten nach diesen Bookmarklisten zu suchen. Im Endeffekt bedeutet das, dass ich eine Bookmarkliste nur finden kann, wenn ich mir ein Listing anschaue, welches auf eben diese Bookmarkliste gesetzt wurde. Das ist nicht sonderlich praktisch, weshalb ich die Idee hatte, für Nordrhein-Westfalen eine Liste interessanter und hilfreicher Bookmarklisten zusammenzustellen.
Ein erstes Ergebnis gibt es auf der Seite “Bookmarklisten NRW“. Bisher finden sich dort Listen aus den Kategorien “Empfehlungen”, “Nachtcaches” sowie “Kinder- und familientaugliche Caches”. Die Lost-Places habe ich aus aktuellem Anlass zunächst nicht berücksichtigt.
Ich hoffe, dass die Sammlung dem einen oder anderen bei der Wahl des nächsten “Highlights” behilflich ist und würde mich sehr freuen, wenn ihr euch mit zahlreichen Kommentaren oder Mails an der Erweiterung der Liste beteiligen würdet.
Cacheempfehlungen Dezember ‘08
Das Jahr ist rum, der Fund Nummer 700 liegt hinter mir. Erwartungsgemäß hatte ich im Dezember wenig Zeit fürs Geocachen. Dennoch sind einige Funde, insbesondere zwischen Weihnachten und Silvester, zusammengekommen. Irgendwie war es der Monat der Tradis, was aber auch an der kalten Jahreszeit liegen kann. Zurückblickend muss ich sagen, dass bei den vielen Tradis wohl keiner dabei war, den ich unbedingt empfehlen würde. Nun ja die “Sterne auf Erden“-Serie von JCUT mit ihrem üppigen Bonuscache hat mir eine schöne Radtour beschert. Ach ja und dann war da noch ein Nachtcache.
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