Schnitzeljagd ist was für Babys?

Von wegen: Falls Ihnen bei der Gestaltung des Geburtstagsprogramms Ihres halbstarken Sohnes noch der Punkt „Bewegung an der frischen Luft“ fehlen sollte, werden Sie einfach selbst zum Geocacher. Zu diesem Zweck müssen Sie den Cache noch nicht mal offiziell online stellen, sondern können ihn einfach als Geburtstagsgeschenk deklarieren, den Ihr Sohnemann mithilfe seiner Geburtstagsgesellschaft noch selber suchen muss. Oder aber Sie stellen Ihn erst recht online, als verstärkten Anreiz für die Geburtstagsgesellschaft, schnell und effizient auf die Suche zu gehen, bevor ein anderer Geocacher das Geschenk findet.

Vor allem wenn Sie ein pubertierendes Kind aus der Computergeneration bei sich beherbergen, wird Ihnen der Mangel an Bewegung außerhalb seines liebsten Ballerspiels sicher kräftig auf den Geist gehen. Meistens hockt der Junge, der vor wenigen Jahren noch so gern auf Bäume kletterte nur in seinen 4 Wänden oder kommuniziert online mit seinen Freunden über Headset in einer Sprache, die Ihnen weitgehend fremd ist.

Raus an die frische Luft – aber dalli!

Das muss sich dringend ändern und diese Änderung können Sie ganz allein in die Hand nehmen und lenken. Informieren Sie sich vorher ruhig bei erfahrenen Geocachern, wie Sie ein besonders kniffeliges Versteck auswählen können. Am besten versehen mit Hinweisen, die sich über mehrere Stationen erstrecken und den Suchtrupp ein paar Mal quer durch die Stadt führt. Wenn die Geburtstagsgesellschaft erstmal gute 2-3 Stunden draußen unterwegs ist, können Sie außerdem in der Zwischenzeit zu Hause in aller Ruhe das Abendessen vorbereiten. Kehren Ihre Schatzsucher dann erschöpft und inspiriert von einer erfolgreichen Suche heim, schmeckt das Essen erfahrungsgemäß gleich doppelt so gut. Außerdem wird ein Geschenk, welches erst „erkämpft“ werden musste, meistens viel mehr wertgeschätzt.

Also, viel Freude beim Schatz versenken und Spuren legen.