Der Weg ist das Ziel – Wandercaches rund um Düsseldorf
Lange Zeit galt unter den meisten Geocachern der Leitspruch “Der Weg ist das Ziel”. Mit wachsender Bekanntheit des Hobbys und der zunehmenden Beliebtheit von Mitnahmetradis und Wikipediamysteries gerät dieser ursprüngliche Grundgedanke des Geocaching immer mehr in Vergessenheit. Eigentlich ist das eine Schande.
Ich hatte mir für die Zeit nach dem Fund meines tausendsten Cache vorgenommen, bei den nächsten fünfzig Caches keinen einzigen Tradi zu suchen. Das vor allem, weil ich von meinen Traditouren immer häufiger genervt nach Hause kam. Als wir dann im September zwei Wochen Urlaub hatten und das Wetter uns auch noch Non-Stop Sonne bescherte, haben wir uns einige längere Wandermultis (ab 8 Kilometer Länge) vorgenommen, bei denen eben nicht der Punkt für die Statistik im Vordergrund steht, sondern der Weg das eigentliche Ziel ist.
iPhone: Update für GeoCaching Buddy (V4.0)
Die iPhone bzw. iPod touch Applikation Geocaching Buddy hat sich in den letzten Wochen zu meiner liebsten Paperless-Applikation entwickelt. Mit ein paar Minuten Vorarbeit in der warmen Wohnung kann die Suche nach einem Multi unterwegs deutlich entspannter ablaufen. Das zum Teil doch recht nervige Ausrechnen von unnötig kompliziert geratenen Formeln entfällt völlig. Auch Verrechnen kann man sich nicht mehr. Vorausgesetzt natürlich, man hat die Formeln zuvor fehlerfrei in GC Buddy eingepflegt.
Heute wurde nun nach etwas längerer Zeit mal wieder ein größeres Update für das Programm veröffentlicht. Der Schwerpunkt der Neuerungen in Version 4.0 liegt auf einer Fotofunktion und der Nutzung des Kompass des neuen iPhone 3G S.
- Fotos: Innerhalb von GC Buddy kann man ab sofort mit der Kamera des iPhone Fotos machen. Diese werden mit der aktuellen Position getaggt. Das interessante daran: Wurde das Foto im Umkreis von 25 Metern um eine Station gemacht, so wird es der Station zugeordnet. Ich mache häufig Fotos von den gefundenen Stationen um später im Falle eines Problems noch einmal nachprüfen zu können, ob ich auch alles richtig interpretiert habe. Gerade bei längeren Caches kann man die gemachten Fotos zukünftig einfach den Stationen zuordnen und muss vor allem auch nicht mehr das Programm verlassen. Richtig lohnen tut sich das aber wohl nur mit der neuesten iPhone-Generation, da hier die Kamera doch deutlich bessere Ergebnisse liefert.
- Kompass: Wird das Programm auf einem iPhone 3G s benutzt, so wird dessen elektronischer Kompass in der Navigationsansicht und in der neuen Kartenansicht benutzt, um die Position in Echtzeit genauer darzustellen.
- Karte: Alle Wegpunkte eines Caches können nun innerhalb des Programms auf einer Karte dargestellt werden.
- Backup: Die Backupfunktion, die alle Informationen zu einem Cache in einer Mail verschickt, wurde in das Programm integriert. Es wird nicht länger das externe Mailprogramm aufgerufen.
- Navigationsmodus: Falls iGeocacher und/oder Geopher Lite ebenfalls installiert sind, so wird die Navigationsansicht von Geocaching Buddy an das jeweilige Programm angepasst.
Geocaching Buddy gibt es für lohnenswerte 7,99€ im Appstore. Weitere Informationen und eine Anleitung gibt es auf der Website des Programms.
Update bei Geocaching.com: Viele Kleinigkeiten im September
In der letzten Nacht wurden im Groundspeak-Forum die Release-Notes des September-Updates veröffentlicht. Das Update wurde jedoch bisher auf Grund von kleineren Problemchen noch nicht eingespielt. Das sollte aber in den nächsten 24 Stunden passiert sein.
Die Liste der Bugfixes ist dieses Mal recht lang, da das letzte Update eine Woche vorgezogen wurde und damit in diese Aktualisierung eine zusätzliche Arbeitswoche einfließen konnten. Die Neuerungen beschränken sich trotzdem weitestgehend auf die Behebung kleinerer Fehler, Anpassungen von Wordings und die Behebung von Kompatibilitätsproblemen.
Erwähnenswert sind etwas umfangreichere Updates an Caches along a route. Hier soll die Genauigkeit der Ergebnisse deutlich verbessert sein und Fehler beim Import von Routen behoben sein.
Für Nutzer der “Send to GPS”-Funktion dürfte interessant sein, dass diese nun wieder fehlerfrei funktioniert.
Als Premium-Mitglied kann man pro Tag fünf Pocketqueries ausführen. Bisher zählte die My Finds-PQ ebenfalls zu diesen fünf möglichen Abfragen. Dies wurde nun geändert, so dass man jeden Tag auf die maximale Zahl an “Taschenabfragen” zugreifen kann.
Neues fürs iPhone von Groundspeak
Nicht ganz taufrisch aber In der letzten Woche hat Groundspeak den Appstore mit zwei Neuerungen versorgt.
“Geocaching” wurde inzwischen auf die Version 2.3.1 aktualisiert. Hier wurde lediglich ein kleiner Fehler in der Suchfunktion behoben. Ich hätte ich eigentlich über ein Update gefreut, dass die ständigen Abstürze behebt. Sobald ich eine große Pocket-Query lade, startet das Programm einfach nicht mehr.
Die größere Neuerung: Groundspeak hat eine kostenlose Geocaching-Schnupper-Anwendung namens “Geocaching Intro” veröffentlicht. Im Grunde handelt es sich um eine stark abgespeckte Version von “Geocaching”.
Eine kleine bebilderte Anleitung erklärt kurz, worum es beim Geocaching geht und wie man vorgeht. Danach kann der Nutzer aus drei in der Umgebung liegenden Traditional-Caches auswählen. Ähnlich wie bei “Geocaching” kann man sich die Beschreibung, Attribute und Hints der Caches ansehen und entweder über den Kompass oder die Karte zum Cache navigieren. Auch diese Schritte werden mit Hilfe von Grafiken und einfachen Texten erklärt.
Ganz unabhängig von der Frage ob die Welt unbedingt noch mehr Geocacher braucht oder nicht, scheint die Anwendung als “Schnupperkurs” recht gelungen. Wer ernsthaft Geocaching betreiben will kommt aber auf Grund des minimalen Funktionsumfangs an einem “richtigen” GPS-Gerät oder an einer Software wie “Geocaching” (7,99€) nicht vorbei.