Projekt Coldfinger – Touchscreens trotz Handschuh benutzen
Auch wenn es momentan mit 12 Grad Außentemperatur nicht gerade winterlich ist, dürfte in den nächsten Wochen und Monaten wieder die Zeit anbrechen, in der man draußen gerne auch mal Handschuhe anzieht.
Wer als Geocacher dann unterwegs ein Smartphone mit kapazitivem Touchscreen verwenden will, steht schnell auf dem Schlauch. Das iPhone, der Palm Pre oder auch die aktuellen Geräte aus dem Hause HTC verwenden Touchscreens, welche Berührungen auf Basis von Veränderungen im elektrischen Feld der Oberfläche messen. Das funktioniert dann nur mit dem Finger oder speziellen Stiften. Sobald man sich normale Handschuhe angezogen hat, lässt sich zum Beispiel ein iPhone nicht mehr bedienen.
Da blieben einem bisher nur zwei Möglichkeiten: Handschuhe ausziehen und kalte Finger bekommen oder speziell dafür ausgelegte Fingerüberzieher zu erhöhten Preisen kaufen. Aber es gibt durchaus Alternativen. Kollege und Freund vom Team Die4Ds überreichte mir gestern einen “Coldfinger”, von dem man irrtümlich meinen könne, er entspringe direkt aus den Laboren der NASA.
Vielmehr handelt es sich um eine stinknormale Batterie (vornehmlich Größe LR03 bzw. AAA), die mit ihrem Minus-Pol auf den Screen gedrückt wird. Damit lässt sich das Smartphone dann auch mit angezogenen Handschuhen benutzen. Das gestaltet sich zwar nicht ganz so komfortabel wie mit dem eigenen Finger, ist dafür aber auch eine sehr günstige und einfache Variante.
Veröffentlichung von Earthcaches zukünftig bei Geocaching.com
Wie ich gerade bei Spike05 lesen konnte, verändert sich der Veröffentlichungsprozess für Earthcaches ab dem 9. Dezember massiv.
Wollte man bisher einen Earthcache veröffentlichen, so musste man hierzu unter Earthcache.org ein Formular ausfüllen. Erfüllte der eingereichte Cache die Anforderungen der GSA, so wurde von dem zuständigen Reviewer ein neues Cachelisting mit den Informationen aus dem Formular eingerichtet. Dieses wiederrum wurde dem Nutzer, der den Cache eingereicht hat, dann über die Adoptionsfunktion übertragen. Insgesamt ein recht umständliches und zeitaufwändiges Verfahren.
Zum 30. November wird das Formular auf Earthcache.org entfernt, neue Caches können vermutlich ab dem 9. Dezember über ein neues Formular direkt auf Geocaching,com eingetragen werden. Da die Earthcaches allerdings weiterhin von den Reviewern der Geological Society freigeschaltet werden, werden die grundsätzlichen Regeln zur Veröffentlichung (z. B. englischsprachiges Listing) nicht aufgeweicht. Vielmehr werden bei Earthcaches, anders als bisher, auch die Urlaubs- und Abstandsregel greifen. Neue Earthcaches müssen daher zukünftig einen Mindestabstand von 161 Metern zu Traditionals oder physischen Stationen anderer Caches einhalten. Eine Regelung, die ich nur bedingt nachvollziehen kann.
Ich denke die Umstellung kann für den Veröffentlichungsprozess viele Vorteile haben, so schreibt man bei Earthcache.org, dass der Reviewprozess deutlich schneller werden soll. Wie JR849 allerdings richtig feststellt besteht die berechtigte Gefahr, dass Earthcaches ihren Status als etwas “Besonderes” verlieren. Das Senken der Einstiegshürde zur Veröffentlichung dürfte durchaus zu Lasten der allgemeinen Qualität von Earthcaches gehen. Umso mehr wird “Geoaware” dafür Sorge tragen müssen, hochwertige Caches zu veröffentlichen. Zudem dürfte der versprochene Zeitvorteil durch die größere Zahl an eingereichten Caches vollkommen aufgesogen werden.
Weitere Informationen gibt es auf der Startseite von Earthcache.org.
iPhone: Update für Groundspeaks Geocaching (3.0)
Nach längerer Zeit steht mal wieder ein Update für Groundspeaks iPhone App “Geocaching” zur Verfügung. Mit dem Sprung in die Version 3 wurden einige wichtige Neuerungen eingeführt, die sich unterwegs sicherlich als sehr praktisch herausstellen werden.
- Interessant sind die zusätzlichen Informationen wie die Fotos und Cacheattribute, die gegenüber der alten Version nun ebenfalls angezeigt werden können. So besteht die Möglichkeit über eine Fotogalerie alle Spoiler und sonstige Fotos eines Caches anzusehen. Ein sehr wichtiges Feature, war es doch bisher nur über den Aufruf der Webseite außerhalb des Programms möglich, Spoilerbilder zu betrachten. Nach Aufruf eines Caches beginnt das Programm sofort damit, die ersten fünf Bilder der Galerie herunterzuladen.
- Zudem können nun über neuen Menüpunkt die Cacheattribute angezeigt werden. Inaktive, gefundene und Premium-Member-Only Caches erhalten in den Suchergebnissen entsprechende Kennzeichnungen.
- Was die Releasenotes verschweigen: Es gibt nun die Möglichkeit mit einem Rutsch einerseits die gesamte Fotogalerie eines Caches herunterzuladen und andererseits, und das ist nun wirklich sehr praktisch, kann man nun vorab die Kartendaten um das Gebiet eines Caches herunterladen. Mit ein wenig Geschick bei der Planung lässt sich so sicherlich ein ganzer Tagesausflug so planen, dass man unterwegs nicht auf eine Onlineverbindung angewiesen ist. Sicherlich für Nutzer von limitierten Datentarifen oder des iPod touch sehr sinnvoll.
- Die Integration eines Browser in das Programm führt dazu, dass man ab sofort zur Betrachtung des Originallistings die App nicht mehr verlassen muss. Da die Spoilerbilder nun aber sowieso im Programm angezeigt werden, ist die Notwendigkeit einer solchen Funktion nicht mehr so groß wie zuvor. Kleiner Minuspunkt: Die in der Anwendung hinterlegten Logindaten werden nicht für den Browser übernommen, so dass man sich dort nochmal von Hand einloggen muss.
- Die grundsätzliche Geschwindigkeit des Programms wurde verbessert, indem die Kartendaten und die Cacheinformationen ab sofort zwischengespeichert werden und nicht mehr bei jedem Aufruf erneut heruntergeladen werden müssen. So kann man nun zum Beispiel deutlich schneller zwischen den Caches in den Suchergebnissen wechseln.
- Besitzer eines iPhone 3GS haben dank elektronischem Kompass nun die Möglichkeit, die Karte in Bewegungsrichtung ausrichten zu lassen.
Insgesamt wird Groundspeaks “Geocaching” nun endlich erwachsen. Wichtige bisher fehlende Funktionen, wie die Darstellung der Fotos und ein integrierter Browser, haben es endlich in die Anwendung geschafft, das Downloaden von Karteninformationen und das Zwischenspeichern der Cachedaten beschleunigen den Arbeitsablauf deutlich. Gleichzeitig merkt man allerdings auch, dass die Komplexität des Programms unter der Motorhaube deutlich zugenommen hat, worunter die Gesamtperformance der Software leidet. So erscheinen die zwischengespeicherten Kacheln der Karte bei dessen Aufruf zwar prompt, das Verschieben der Karte oder das Zoomen verläuft dagegen aber mit deutlichen Verzögerungen.
Auch wenn der Speicherbedarf des Programms offensichtlich erneut zugenommen hat, so muss man positiv erwähnen, dass die neue Version 3.0 in meinen ersten Tests nicht einmal abgestürzt ist und beim Beenden des Programms den Arbeitsspeicher auch wieder vernünftig freigegeben wird.
Geocaching gibt es für lohnenswerte 7,99€ im Appstore.
Die Releasenotes der Version 3.0 gibt es im blauen Forum.
iPhone: Gegen Sudokufrust – Sudokus in Sekunden lösen
Immer wieder trifft man bei Mystery- und Multicaches auf eine der größten Plagen unserer Zeit: Sudokus. Die sind aber nun nicht wirklich jedermanns Sache. So manches mal stand ich schon sehr genervt bei eisiger Kälte an einer zugigen Ecke und sollte auf einem 4*4 Zentimeter großen Zettelchen Zahlen eintragen. Das macht mir persönlich nur in den seltensten Fällen Spaß.
So habe ich mich auf die Suche nach einem kostenlosen Tool für mein iPhone begeben, dass die leidige Lösungsarbeit für mich verrichtet und bin auch fündig geworden. Sudoku Guru, eigentlich ein normales Sudoku-Spiel, bietet alles, was man als Sudokugeschädigter Geocacher benötigt. Einerseits hat man die Möglichkeit schnell und unkompliziert eigene, individuelle Spielfelder einzugeben und andererseits kann man sich über den eingebauten Solver mit einem Klick die Lösung des Sudokus anzeigen lassen. So dauert die Lösung eines Sudokus in der Regel nicht mehr länger als eine Minute.
Das Beste, bis zum 31.12.2009 ist Sudoku Guru noch kostenlos zu haben. Das mag wohl daran liegen, dass das Programm ansonsten nicht der Knaller ist. Aber einem geschenkten Gaul schaut man ja bekanntlich nicht ins Maul.
Nachtrag:
Wer es noch bequemer haben möchte, der bekommt für 1,59€ das Tool “Sudoku Grab“. Hiermit lassen sich vorhandene Sudokus fotografieren. Die Software erkennt automatisch die Zahlen und bietet auf Klick die Lösung an.
Geocaching.com verbannt Nutzer von GSAK-Makro RefreshAllGPX
Das GSAK-Makro RefreshAllGPX erlaubt den Download aller GPX-Dateien innerhalb einer GSAK-Datenbank. Dabei erfolgt der Download der Dateien gleichzeitig, was laut Groundspeak zu einer unverhältnismäßigen Serverlast sorgt. Da das Verhalten des Makros gegen die Nutzungsbedingungen der Seite verstößt, hat Groundspeak in der letzten Nacht nun die Accounts zahlreicher Nutzer gesperrt, die dieses Makros in großem Umfang genutzt haben.
Um sich Ärger zu ersparen sollte man als Nutzer von RefreshAllGPX zukünftig auf dessen Anwendung verzichten. Bereits gebannte Nutzer könnten sich per E-Mail an Groundspeak wenden und um eine erneute Freischaltung bitten. Die erfolgt natürlich nur, wenn man verspricht zukünftig die Nutzung derartiger Tools zu unterlassen.
Einen ausführlichen Artikel und weitere Details dazu, gibt es bei rehwald. Im Forum von GSAK findet ihr eine offizielle Stellungnahme. Interessanterweise gibt es allerdings im blauen Forum noch keinen Aufschrei.
GSAK ist ein Tool zur Verwaltung und Aufbereitung von Cachedaten in einer oder mehrerer Datenbanken, die in der Regel aus Pocketquerys befüllt werden.
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