iPhone: Update für Groundspeaks Geocaching (3.0)
Nach längerer Zeit steht mal wieder ein Update für Groundspeaks iPhone App “Geocaching” zur Verfügung. Mit dem Sprung in die Version 3 wurden einige wichtige Neuerungen eingeführt, die sich unterwegs sicherlich als sehr praktisch herausstellen werden.
- Interessant sind die zusätzlichen Informationen wie die Fotos und Cacheattribute, die gegenüber der alten Version nun ebenfalls angezeigt werden können. So besteht die Möglichkeit über eine Fotogalerie alle Spoiler und sonstige Fotos eines Caches anzusehen. Ein sehr wichtiges Feature, war es doch bisher nur über den Aufruf der Webseite außerhalb des Programms möglich, Spoilerbilder zu betrachten. Nach Aufruf eines Caches beginnt das Programm sofort damit, die ersten fünf Bilder der Galerie herunterzuladen.
- Zudem können nun über neuen Menüpunkt die Cacheattribute angezeigt werden. Inaktive, gefundene und Premium-Member-Only Caches erhalten in den Suchergebnissen entsprechende Kennzeichnungen.
- Was die Releasenotes verschweigen: Es gibt nun die Möglichkeit mit einem Rutsch einerseits die gesamte Fotogalerie eines Caches herunterzuladen und andererseits, und das ist nun wirklich sehr praktisch, kann man nun vorab die Kartendaten um das Gebiet eines Caches herunterladen. Mit ein wenig Geschick bei der Planung lässt sich so sicherlich ein ganzer Tagesausflug so planen, dass man unterwegs nicht auf eine Onlineverbindung angewiesen ist. Sicherlich für Nutzer von limitierten Datentarifen oder des iPod touch sehr sinnvoll.
- Die Integration eines Browser in das Programm führt dazu, dass man ab sofort zur Betrachtung des Originallistings die App nicht mehr verlassen muss. Da die Spoilerbilder nun aber sowieso im Programm angezeigt werden, ist die Notwendigkeit einer solchen Funktion nicht mehr so groß wie zuvor. Kleiner Minuspunkt: Die in der Anwendung hinterlegten Logindaten werden nicht für den Browser übernommen, so dass man sich dort nochmal von Hand einloggen muss.
- Die grundsätzliche Geschwindigkeit des Programms wurde verbessert, indem die Kartendaten und die Cacheinformationen ab sofort zwischengespeichert werden und nicht mehr bei jedem Aufruf erneut heruntergeladen werden müssen. So kann man nun zum Beispiel deutlich schneller zwischen den Caches in den Suchergebnissen wechseln.
- Besitzer eines iPhone 3GS haben dank elektronischem Kompass nun die Möglichkeit, die Karte in Bewegungsrichtung ausrichten zu lassen.
Insgesamt wird Groundspeaks “Geocaching” nun endlich erwachsen. Wichtige bisher fehlende Funktionen, wie die Darstellung der Fotos und ein integrierter Browser, haben es endlich in die Anwendung geschafft, das Downloaden von Karteninformationen und das Zwischenspeichern der Cachedaten beschleunigen den Arbeitsablauf deutlich. Gleichzeitig merkt man allerdings auch, dass die Komplexität des Programms unter der Motorhaube deutlich zugenommen hat, worunter die Gesamtperformance der Software leidet. So erscheinen die zwischengespeicherten Kacheln der Karte bei dessen Aufruf zwar prompt, das Verschieben der Karte oder das Zoomen verläuft dagegen aber mit deutlichen Verzögerungen.
Auch wenn der Speicherbedarf des Programms offensichtlich erneut zugenommen hat, so muss man positiv erwähnen, dass die neue Version 3.0 in meinen ersten Tests nicht einmal abgestürzt ist und beim Beenden des Programms den Arbeitsspeicher auch wieder vernünftig freigegeben wird.
Geocaching gibt es für lohnenswerte 7,99€ im Appstore.
Die Releasenotes der Version 3.0 gibt es im blauen Forum.
Schön das Apple es geschafft hat die Version in den App-Laden zu stellen.
Mir fehlt aber immer noch eine Suchfunktion in den Taschenabfragen.
MfG M.B.
Das ist kein Update, das ist eine Katastrophe
Nett, daß man versucht auch Additional Waypoints auf der Karte anzuzeigen. Leider landet regelmäßig ein koordinatenloser auf N 0° E 0°, so daß man erst mal Zeuge einer Mittelmeerüberquerung mit 1 fps wird und sich im Anschluss einen Überblick über Afrika und Europa verschaffen kann. Und das bei dieser drastisch langsamer gewordenen Karte. Das ist nicht komplex, das ist schlecht programmiert.
Grandios umgesetzt ist auch die Fotofunktion. Man sieht zuerst die Bilder jüngeren Datums. Will ich jetzt bei einem Cache, bei dem fleißig von den Findern Bilder hochgeladen wurden, das Spoilerbild betrachten, darf ich zunächst unter Umständen 50 Bilder laden bis ich am Ende der Galerie und damit am gesuchten Bild angekommen bin.
Bei dieser App hat sich bei mir inzwischen eine Furcht vor Updates manifestiert.
Hi Tobi,
dein Problem mit den Waypoints kann ich nicht nachvollziehen. Habe es gerade extra nochmal getestet. Das Programm bietet mir als Ausgangskoordinaten für den neuen Wegpunkt immer die Koordinaten des Caches an.
Das die Bilder in der Galerie nicht gerade Vorteilhaft sortiert sind, ist mir allerdings auch schon aufgefallen.
Was allerdings wirklich ein Bug zu sein scheint, ist die Tatsache, dass der iPod stoppt wenn man die App startet. Warum sollte ich beim Geocaching keine Musik hören dürfen?
Geocacher hören keine Musik. Sie lauschen, was der Boden zu sagen hat… Wusstest du das noch nicht
?
Das Problem mit den Waypoints betrifft die Additional Waypoints eines Caches. Die werden jetzt automatisch auch auf der Karte dargestellt. Ist unter diesen ein Waypoint, dessen Koordinaten versteckt sind, wird trotzdem ein Fähnchen bei 0° 0° eingefügt. Und somit zoomt die Karte erst mal auf Europa und Afrika. Beispiel: GC14809
Das Traurige ist ja, das Groundspeaks Geschäftsmodell nur durch Restriktion funktioniert. Könnte jeder, der sich dazu in der Lage sieht, eine App schreiben (wie bspw. bei Twitter) hätten wir inzwischen bestimmt eine Reihe von Apps, unter denen mindestens eine brauchbare und größtenteils fehlerfreie wäre.