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Hoeckers Entdeckungen. Zweifelhafte Thematik?

18. Oktober 2011 Geocaching 17 Kommentare

Der Bernhard Hoecker hat ja schonmal ein Buch geschrieben – “Aufzeichungen eines Schnitzeljägers“. Damals, 2007, habe ich das natürlich auch gelesen. Auch wenn ich Herrn Hoecker für einen äußerst intelligenten Menschen halte, war ich spätestens nach der zwanzigsten Seite leicht genervt vom immer gleichen Humor. Gut, da kann er ja nix für. Rein inhaltlich war es vollkommen ok, tat eigentlich keinem weh.

Nun hat Hoecker ein zweites Geocaching Buch veröffentlicht. “Hoeckers Entdeckungen” heißt es und behandelt als Bildband das Thema Lostplaces. Ich habe das Buch bisher nicht gelesen aber es bleibt ein mulmiges Gefühl im Bauch. Eigentlich müsste er doch um die vielen Probleme und Grauzonen rund um die Lostplaces wissen. Wieso verschafft man einem so schwierigen Thema bei einer (leider) immernoch stark wachsenden Bekanntheit des Hobbys so viel Öffentlichkeit? Gab es in der Vergangenheit nicht genügend schlechte Presse in Bezug auf Geocacher und Lostplaces? Man mag mich gerne aufklären, vielleicht geht er ja ganz vorbildlich mit dem Thema um.

Wer hat das Buch gelesen und mag mir berichten? Liege ich mit meinem Gefühl falsch, das das Thema des Buches nicht ganz glücklich gewählt ist?

Kommentare

  1. Lazybone meint:

    Ich habe das Buch “gelesen” und es erscheint in keinster weise irgendwo das Wort Geocaching. Einzig auf der Rückseite steht das er durch Geocaching inspiriert wurde LostPlaces zu betreten.

    18. Oktober 2011 (10:06)
  2. Ah, ok. Hatte das als Geocaching-Lektüre verstanden. Danke für den Hinweis.

    18. Oktober 2011 (10:09)
  3. D-Buddi meint:

    er will Geld verdienen und wenn es dadurch ist das er das Wissen anderer nutzt wie in diesem Fall das Wissen darüber wo LPCs zu finden sind, ist sicherlich reichlich grenzwertig…

    18. Oktober 2011 (10:36)
  4. Moin,
    ich habe am 13.10. Bernhard Hoecker zur Präsentation “Hoëckers Entdeckungen” in Hamburg getroffen.

    Wir haben einen Podcast zum Bildband gemacht, evtl. werden deine Fragen beantwortet: http://www.berufsgeocacher.de/2011/10/berufsgeocacher-trifft-bernhard-hoecker/

    Berufsgeocacher

    18. Oktober 2011 (10:38)
  5. Ilmaran meint:

    Wir haben das Buch gelesen.
    Ich finde er geht vorbildlich mit dem Thema um. Er erwähnt niemals “Geocaching” nur als Inspirationsquelle.

    Würden alle Cacher so mit den LPs umgehen, gäbe es keinerlei Probleme.

    Ich finde die Fotos wunderschön!

    GLG Ara von Ilmaran

    18. Oktober 2011 (10:58)
  6. radisHochZwei meint:

    Er möchte Geld damit verdienen, schätze ich.
    Warum auch nicht, das macht Groundspeak ja auch.
    Es hat ja nunmal niemand das Exklusivrecht gepachtet, bestimmte Gebiete nicht betreten zu dürfen ;-)
    Ich glaube, das Buch bleibt sowieso eher ein Nischenprodukt für Leute, die sich eh schon für das Thema interessieren. Für große Popularität ist es zu speziell und zu “brav”.
    Und besser, man bekommt so ggf. halbwegs gute “PR”, als dass weiterhin Presseberichte über Besoffene, Unfälle und Leichenfunde das Bild um diese Orte und deren Betreter prägen.
    Vielleicht vermittelt es ja ein wenig von der Faszination der verlassenen Orte bei Menschen, die vorher nur Unverständnis für solchen Blödsinn hatten.
    Ausserdem wird es diese Orte früher oder später nicht mehr geben, ist doch nicht schlecht, sie ordentlich “archiviert” zu wissen.
    Irgendwann stürzen sich die Medien auf eine neue Trendsportart und es bleiben die jenigen übrig, die nicht jedem Hype hinterherrennen und suchen dann wieder in Ruhe das, was der Sturm übrig gelassen hat.

    18. Oktober 2011 (11:15)
  7. “Ich habe das Buch bisher nicht gelesen,[...]”

    Vielleicht sollte man erst einmal durch das Buch blättern, bevor man sich eine Meinung bildet. Ich war auch erst skeptisch, gerade in Hinblick auf das Geocachen und die rechtliche Thematik. Doch im gesamten Buch habe ich bisher erst zweimal den direkten Bezug zum Geocachen gefunden, einmal auf dem hinteren Klappentext und einmal im Vorwort, wo klargestellt wird, dass das Entdecken dieser verlassenen Orte unabhängig vom Geocachen erfolgt.

    Auch die rechtliche Thematik wird -wenn auch mit Humor- angesprochen. Auch aus der Sicht von Lost Place-Fans dürfte sich der Unmut in Grenzen halten, da die Bilder oftmals einfach zu einer Story zusammengewürfelt wurden und kaum genaue Ortsangaben zu finden sind. Einige Beispiele, wie Beelitz, werden direkt angesprochen und genannt, wobei diese Locations auf Grund Ihres Bekanntheitsgrades ohnhin “verbrannt” sind, sofern sie überhaupt noch existieren.

    18. Oktober 2011 (11:30)
  8. Ich war auch etwas skeptisch, ob es günstig ist gerade LostPlaces, bzw. die Begehungen an sich, bekannter zumachen.
    Ich sehe aber mittlerweile ähnlich wie “radisHochZwei” – wenigstens kein Bericht über Unfälle oder ähnliches, dafür aber etwas über die Motivation – schick ins Bild gerückt.

    Außedem glaube ich mttlerweile nicht mehr, dass es eine ähnlich große PR-Kampgane zu dem Buch geben wird, wie einst bei den “Aufzeichnungen eines Schnitzeljägers”. (siehe dazu auch http://lbgruhrgebiet.wordpress.com/2011/10/15/faszination-lostplace/#comment-27)

    Einfach erstmal an den Bildern erfreuen, die Geschichten lesen und abwarten was passiert.

    Grüße

    18. Oktober 2011 (11:49)
  9. Silverio meint:

    Das Buch habe ich auch noch nicht gesehen.
    Aber Bernhard Hoecker war ja letzte Woche auch mal in einer ZDF-Talkrunde dazu.
    Auch dort fiel nicht einmal das Wort Geocaching oder cachen oder sowas.
    Er sagt einfach nur, dass es solche verlassenen Ort überall gibt und dass es auf ihn eine besondere Faszination ausübt diese Ort zu besuchen.
    In einem Nebensatz sagte er auch, dass es beim Betrweten um eine rechtliche Grauzone geht und dass er niemals solch einen Ort betreten würde, wenn es nicht einen “normalen” Zugang geben würde. Also Zaun aufschneiden und solche Dinge sei für ihn tabu!

    Ich hoffe ich habe das soweit richtig aus meiner Erinnerung an die Sendung wiedergegeben.

    18. Oktober 2011 (11:56)
  10. -jha- meint:

    Ich halte es wie mit dem Buch von Herr Sarrazin: Ich muss es nicht kaufen, um beurteilen zu können, dass ich nicht zum Verkaufsmmsatz beitragen möchte.

    -jha-

    18. Oktober 2011 (11:57)
  11. @DasLangeSuchen: Ich hab doch nur mein Gefühl beschrieben, bei der Meinungsbildung hatte ich die Hoffnung, dass ihr mich unterstützt. Du warst skeptisch, ich war skeptisch. Du hasts gelesen, ich habe mir Hilfe von meinen Lesern geholt. Zwei Wege, beide gangbar oder?
    Insgesamt habe ich den Eindruck gewonnen, dass Hoecker recht umsichtig mit dem Thema umgegangen ist. Dennoch begrüße ich das Publik machen der Lostplace-Thematik aus verschiedenen Gründen nicht.

    18. Oktober 2011 (12:29)
  12. Mark meint:

    Vorurteile sind was feines. Ich kann sagen, daß es ein interessantes Buch mit interessanten Bildern ist.

    18. Oktober 2011 (12:35)
  13. Silverio meint:

    @-jha-
    Das ist absolut richtig.
    Richtig ist aber auch, dass man es gesehen haben MUSS, um ein Urteil abgeben zu können. Es sei denn es geht nicht mehr um das Buch sondern um die Aussagen darin, die dann (manchmal eben auch aus dem Zusammenhang gerissen) ja sowieso überall zerpflückt werden.

    18. Oktober 2011 (13:15)
  14. Marc meint:

    Ich habe das Buch hier neben mir liegen, weil ich es für mein Blog rezensiere.

    Meine Skepsis vor Erhalt des Buches war ähnlich wie bei Dir – aber ich lag falsch damit. Es werden weder die GC-Codes der Lost Places genannt, noch Geocaching groß erwähnt. Stattdessen ist es Hoecker gelungen, die Faszination der verlassenen Orte wunderbar in Wort und Bild einzufangen.

    18. Oktober 2011 (13:55)
  15. Leifa meint:

    @D-Buddi: Wissen anderer in Büchern zu benutzen ist grenzwertig? Wie meinst Du das? Dürfte ich z.B. kein Buch über die Lüneburger Heide schreiben, weil ein anderer sie vor mir gefunden hat und dieses Wissen jetzt ihm gehört?

    18. Oktober 2011 (19:25)
  16. Henny-R meint:

    Mir wird es immer übel wenn ich diese Bigotterie sehe. Wenn ich ein ein paar hundert Euro für ein neues GPS auf den Tisch lege ist das übehaupt kein Problem, wenn ich aber 20 Euro für ein Buch bezahle, wird immer, aber auch immer dieser schwachsinnige Vorwurf der Geldmacherei herausgeholt.

    Wenn irgendein aktiver Geocacher einen Job hätte, bei dem das Verhältnis von Aufwand zu Ertrag ähnlich bescheiden wäre wie bei Buchautoren, und bei denen geht es auch noch durch drei, dann wäre mehr als ein EtrexH nicht drin. In der Wertschöpfungskette des Buchmarktes gibt es zahlreiche lukrative Stellen bei denen locker ein dickes Oregon drin ist, aber bestimmt nicht als Autor.

    Gruß

    Henny-R

    18. Oktober 2011 (19:45)
  17. Freddy meint:

    also finde das Buch auch interessant und wen irgend so ne Nase was von Geldverdienen da her redet das Buch mit den Vielen Bildern ist sicher nicht teuer für 20 euronen schaut euch mal um was Bücher ansonsten kosten

    Gruß Freddy

    20. Oktober 2011 (21:25)

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